Ein Land hat üble Laune

Seinesgleichen geschieht Nicht nur in der Koalition, im ganzen Land herrscht sie. Und die Ampel kommt sowieso nicht.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 47/98 vom 18.11.1998

Die Lage ist prima, die Stimmung ist schlecht. Politische Beobachter neigen zur Gereiztheit, die Koalition wird notbeatmet. Die Bischöfe scheinen aus ihrem Tief nicht mehr herauszufinden. Das Haus der Toleranz im Palais Epstein ist gestrichen. Ein Stück Wissenschaftsförderung ist gestrichen. Die Hosen sind gestrichen. Gestrichen voll vor dem nächsten Wahlkampf. Diese sensiblen Themen! Asylrecht! EU-Erweiterung! Grundrechte!

Ob die Präsidentschaft was genützt hat? Immerhin - Fotos mit Tony und Gerhard (Lionel kennt man bei uns weniger) hat sie gebracht. Der ubiquitäre Ratspräsident propellert sich von Staat zu Staat, zu Hause beunruhigen sich Landeshauptleute. Es wird fürchterlich wie immer. Die einen werden die Wahlen gewinnen, die anderen die Verhandlungen. Nix wird weitergehen.

Und erst der Innenminister. Denkt denn der nicht einmal um die nächste Ecke? Es ist zwar weitblickend, Politik für die Muthgasse zu machen, denn dort residiert das österreichische Volk in repräsentativer


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