Von Zahlen und Menschen

Porträt Roman Obrovski, Chef des Arbeitsmarktservice in Oberösterreich, wechselt an die Bundesspitze. Sein Ehrgeiz bringt Statistiken zum Glänzen und Arbeitslose zum Verschwinden.

Politik | Adelheid Wölfl | aus FALTER 47/98 vom 18.11.1998

Neben seinem Schreibtisch liegt auf einem Abstelltisch ein gelber Schutzhelm. Der erinnert ihn an Zeiten, als das Arbeitsmarktservice noch Ausländerbeschäftigungskontrollen durchführte. Schon damals hat Roman Obrovski Erfolge verbuchen können. "Der Helm symbolisiert meine Nähe zur Arbeitswelt", erklärt er. Mit der "Aktion scharf" hat er es geschafft, innerhalb eines Jahres die Anzahl der erwischten ausländischen Schwarzarbeiter zu verdoppeln.

Der Mann mag Zahlen. Niedrige Langzeitarbeitslosenquoten, hohe Frauenanteilsraten, Hunderte Lehrlingsausbildungsplätze. Heuer gelang es ihm, die Rate der Langzeitarbeitslosen zu halbieren. Dafür hat er seine "Problemkunden" in kurze Aktivierungsprogramme geschickt. Die Hälfte der "Aktivierten" hat bis heute keinen Job. Trotzdem gelten sie nicht mehr als langzeitarbeitslos. "Heuer haben wir best practise auf diesem Gebiet", sagt er. "Best practise" sagt er gern.

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