Turmbau zu Mariahilf

Stadtplanung Der Übergang vom Gürtel zur Mariahilfer Straße ist ein weiter, fader Platz. Nun werden jahrelang eingefrorene Pläne, dort zwei Türme zu errichten, wieder aktuell.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 47/98 vom 18.11.1998

Irgend etwas fehlt. Etwas Markantes, Wegweisendes, einer Großstadt Würdiges. Sicherlich: Wer ein Monument braucht, kann sich auf den Gürtel stellen und jene kleine Säule zur "Landmark" erklären, mit der den Bauherrn des Gürtels für die "Parkanlagen" gedankt wird - aber wirklich großstädtisch ist das Gefühl, das sich beim Blick vom Europaplatz in Richtung Mariahilfer Straße einstellt, doch nicht. Oder wie Klaus Vatter, Flächenwidmungschef im Rathaus, sagt: "Die Entreesituation am Europaplatz ist nicht optimal, hier fehlt etwas Elegantes und Interessantes, etwas, das einer großen europäischen Geschäftsstraße entspricht."

Vatter weiß, wovon er spricht. Von einer jener unendlichen Geschichten, die in Wien stets dann beginnen, wenn etwas entstehen soll, das nicht den allgemeinüblichen Definitionen von Bauen (= Haus) entspricht. Ein liegender Turm etwa.

Einen solchen haben Coop-Himmelb(l)au, das Architektenduo, das in Wien mit transdanubischen Hochhäusern und Gasometerumbauten,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige