"Das habe ich gut gemacht"

ORF / Grüne Pius Strobl, grüner Langzeit-ORF-Kurator, tritt zurück. Im "Falter"-Gespräch zieht er Bilanz. Über grüne Wirtschaftsfeindlichkeit, die Notwendigkeit des ORF, am Markt teilzunehmen, und darüber, was ein ORF-Kurator braucht.

Medien | Armin Thurnher | aus FALTER 47/98 vom 18.11.1998

Pius Strobl, ehemaliger Bundesgeschäftsführer der Grünen, war zehn Jahre lang Vertreter der Grünen im ORF-Kuratorium. Realpolitisch orientiert, machte er weit mehr aus seiner Rolle, als einer Einmannfraktion zustünde. Inhaltlich trug er Wichtiges zur ORF-Reform bei; daß sie nicht stattfand, ist am wenigsten seine Schuld. Wegen eines Geschäfts mit seiner Privatfirma geriet er heuer unter Beschuß. Das Klima zwischen ihm und seiner Partei stimmte aber schon länger nicht mehr. Strobl beschäftigt in mehreren Firmen (Veranstaltungen, Gastronomie, Immobilien) etwa 100 Mitarbeiter, mit denen er nach eigenen Angaben etwa 100 Millionen Schilling Umsatz macht. Vor kurzem gab Strobl bekannt, nicht mehr kandidieren zu wollen. Letzte Woche hat bei den Grünen der Nominierungsprozeß eines neuen Kurators begonnen. Genannt werden (Falter 45/98) die Politologin Sonja Puntscher-Riekmann, der Anwalt Alfred J. Noll und der Abgeordnete Andreas Wabl.

Falter: Ihre Rolle als ORF-Kurator der Grünen geht


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