Kommentar: Drah di um, der Kommissar denkt um

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 47/98 vom 18.11.1998

Vorsicht! Die "für Kultur und audiovisuelle Fragen zuständigen Regierungsmitglieder" der EU-Staaten sind sich einig. Und richten ihre ministerielle Geschlossenheit gegen EU-Wettbewerbskommissar Karel Van Miert, der sich zuvor laut Gedanken über die öffentlich-rechtlichen Sender gemacht hat.

Ob sich ORF, ARD, BBC und Co. nicht in einer Art unlauterem Wettbewerb mit ihren privaten Konkurrenten befänden, wenn sie mit ihren Gebühreneinnahmen bei den Spielfilm- oder Sportrechte-Versteigerungen bis in perverse Höhen mitbieten, wagte der Kommissar zu fragen. Und ob dabei nicht ihr eigentlicher Auftrag, die Grundversorgung der Bevölkerung mit Information, Bildung und Kultur, zu kurz käme. Sein Vorschlag: Die Öffentlich-Rechtlichen könnten doch der Quote entsagen und sich vor allem der hehren und teuren Kultur widmen (siehe Falter 45/98).

Nein, Karel Van Miert ist sicher nicht zum Vorkämpfer Europas fürs Wahre, Gute und Schöne mutiert; seine Überlegungen stehen auf einer nüchternen,

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