Exit Shanghai

Film Die Dokumentation "Zuflucht in Shanghai" von Paul Rosdy und Joan Grossman enthält faszinierendes Originalfilmmaterial des Wiener Emigranten Charles Bliss.

Kultur | Christian Cargnelli | aus FALTER 47/98 vom 18.11.1998

Hinter der Adresse "C. K. Bliss Film-Service, 465 Bubbling Well Road" in Shanghai verbirgt sich eines jener altösterreichischen Emigrantenschicksale, die hierzulande völlig in Vergessenheit geraten sind. Auf der Suche nach Originalfilmmaterial für die Dokumentation "Zuflucht in Shanghai" ist der Wiener Filmemacher Paul Rosdy darauf gestoßen: "In einem Emigranten-Lexikon im Literaturhaus entdeckte ich den Namen Charles Bliss - und daß das renommierte National Film Board of Canada in den siebziger Jahren einen Film über ihn gedreht hat. Den schaute sich ein Freund von mir in Vancouver an, und er erzählte, darin wären dokumentarische Aufnahmen aus dem Shanghai der Kriegszeit. Bei Recherchen in Washington lernte ich zufällig den Emigranten Henry Compart kennen, der Lehrling in Bliss' Firma in Shanghai war. Er erzählte, er wüßte von einem Film, in dem Bliss selbst auftritt. Das hat uns zu Peter Witting in Canberra geführt, dessen Mutter Annie in unserem Film durch ihre Briefe zu


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