Kabarett goes Pop

Unterhaltung Ein Trend aus Deutschland greift auf Österreich über: Kabarett heißt jetzt "Comedy". Worin der Unterschied besteht, weiß keiner so genau.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 47/98 vom 18.11.1998

Es fängt schon damit an, daß es für Comedy-Künstler keinen geeigneten Namen gibt. Wer Kabarett macht, ist Kabarettist. Wie aber soll man jemanden nennen, der Comedy macht? "Comedian" wäre korrekt, klingt im deutschen Sprachraum aber etwas snobistisch. "Früher hat das einfach Komiker geheißen", sagt O. Lendl. Der 30jährige Schauspieler, der vor drei Jahren auf die Kabarettbühne gewechselt ist, war einer der ersten, der sich das Etikett "Comedy" angeheftet hat. Seine Vorbilder sind britische oder amerikanische comedians wie Rowan Atkinson (Mr. Bean), Robin Williams oder Jerry Lewis. Was seine Programme von "Kabarett" unterscheidet, kann Lendl selbst nicht präzise definieren. Vielleicht, daß Kabarett stärker den Anspruch erhebt, "die Menschen zum Denken zu bringen". Ihm gehe es jedenfalls hauptsächlich darum, sie zum Lachen zu bringen. "Es soll sein, wie wenn man sich einen witzigen Film anschaut."

Daß O. Lendl (das O steht für Olivier, was für einen Comedian aber zu snobistisch


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