Gerswhin-Tribute-CDs

"Heute in - morgen out!"/Gediegen, gerührt, geschüttelt

Kultur | aus FALTER 47/98 vom 18.11.1998

Anläßlich des 100. Geburtstags von George Gershwin sind die Tribute-Alben nicht ausgeblieben, die der Spannung zwischen E- und U-Musik, die Gershwin auf so eigene, amerikanische Weise löste, auf je eigene Weise begegnen. Herbie Hancock erkundet "Gershwin's World" (Verve/PolyGram) unter Aufbietung zahlreicher Gast-Stars und bemüht sich neben einer minimalistischen Lesart von "It Ain't Necessarily So" oder einer schönen Version von "Here Come De Honey Man", bei der die klagenden Bläser von satt glucksender Percussion unterfüttert werden, Gershwin als "Klassikaner" zu präsentieren: Ein Satz aus dem Konzert für Klavier und Orchester des von Gershwin verehrten Maurice Ravel ist ebenso zu hören wie die schwer aushaltbaren Darbietungen eines klassisch disziplinierten Soprans ("Prelude in C-Minor") oder eine elegant-kitschige, sehr amerikanische Jazz-Meets-Streicher-Version von "Lullaby". Herausragend: die funky version von W.C. Handys "St. Louis Blues" und Joni Mitchell, die mit ihrem


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