"Heute in - morgen out!"

Musik Auch der Jazzpianist Herbie Hancock zollte George Gershwin zu dessen 100. Geburtstag mit einer CD Tribut. In Paris sprach er mit dem "Falter" über den weißen Gershwin und die schwarze Musik, über DJs und Fast food.

Kultur | Samir H.Köck | aus FALTER 47/98 vom 18.11.1998

Heute ist Herbie Hancock 58 Jahre alt. Man sieht sie ihm nicht an. Schon sehr früh wußter er sein pianistisches und improvisatorisches Ausnahmetalent in Erfolg umzusetzen: Bereits sein erstes Album "Takin' Off" (1960) enthielt seinen Superhit "Watermelon Man". Hancock kooperierte auf dem legendären Blue Note Label mit den Größen seiner Zeit, ebendort erschien auch mit "Maiden Voyage" eines der schönsten Alben des modernen Jazz. Miles Davis holte den Pianisten in seine längstdienende Band, das legendäre Quintett (mit Wayne Shorter, Ron Carter und Tony Williams), wo Hancock zu improvisatorischer Höchstform aufläuft. Selbst in dem an Entgleisungen weiß Gott reichen Fusion-Zeit gelingt es Hancock, mit dem enigmatischen "Sextant" (auf dem er unter dem "Decknamen" Mwandishi diverse elektrifizierte Tasteninstrumente bedient) ein herausragendes Album einzuspielen. Nach der Gründung der Jazz-Funk-Formation The Headhunters ließ Hancocks Innovationskraft allerdings merklich nach. Immerhin


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