GI Kate

Krimis Katherine V. Forrest beweist, daß "Frauenkrimis" keineswegs nur weiblichen Lesern vorbehalten sein müssen und daß sie sich auch mit "Männerthemen" wie dem Vietnamkrieg auseinandersetzen können.

Kultur | Christoph Braendle | aus FALTER 47/98 vom 18.11.1998

Sie sind Anwalt oder an der Liebe zerschellt, Privatdetektiv, Pastorenkind und mutig oder schüchtern, sie müssen das Rätsel der Toten in der Bank oder das Geheimnis der eigenen Herkunft lösen, sie kriegen es mit der Südstaatengeldmafia zu tun, dem Ku-Klux-Klan oder anderen Irren, jedenfalls könnten sie verschiedener voneinander nicht sein. Und doch ist allen dieses gemein: Frauen sind's, von Frauen erfunden. Heldinnen, die beim Argument Verlag in der Ariadne-Reihe auftreten, welche sich seit zehn Jahren auf sogenannte Frauenkrimis spezialisiert. Rückfragen bei Buchhändlern ergeben, daß Ariadne über eine treue Stammkundschaft weiblichen Geschlechts verfügt. Krimis von Frauen für Frauen also - und für Männer uninteressant?

Keineswegs. Erstens kann man dem Urteil einer Frauenzeitschrift (nein, nicht Emma!) zustimmen, daß "kein Mann weibliche Schwäche und weibliche Kraft, aber auch dies verdammte Gefühl permanenter Unterlegenheit" so zu vermitteln mag, wie es auch hier geschieht.


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