Sowjetunion

Wetter, Wodka, Widerspruch/An der Moderne gescheitert

Kultur | aus FALTER 47/98 vom 18.11.1998

Der Koloß ächzt immer noch: Sieben Jahre nach dem Untergang der Sowjetunion sorgt Rußland wieder für beunruhigende Schlagzeilen. Unterdessen erscheinen erste Nachrufe auf die Sowjet-Ära, die die Gründe ihres Scheiterns erläutern.

Er wage nicht mehr zu hoffen, schreibt der Autor des jüngsten Wälzers über die "Geschichte der Sowjetunion 1917-1991" im Vorwort, daß das Ergebnis jahrelanger Arbeit "von vorne bis hinten" gelesen werde. Manfred Hildermeier, Professor für Osteuropäische Geschichte in Göttingen, macht es dem Leser auch nicht gerade leicht und deckt diesen mit einem Bombardement aus Daten und Statistiken ein (über Parteibeitritte und -austritte, Bevölkerungswachstum, Industrieentwicklung et cetera).

Anders als bei Orlando Figes steht hier die Politik im Vordergrund, wobei Regionen und Außenpolitik aus Gründen des Umfangs nur am Rande abgehandelt werden. Detaillierte Analysen der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung des Landes beleuchten


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