Stadtmenschen

Stadtleben | aus FALTER 47/98 vom 18.11.1998

Die vergangenen Wochen haben Angela Schwarz und Wolfgang Wilhelm noch mit Büroeinrichten verbracht, ab sofort können sich die beiden auf ihre Arbeit stürzen: Die beiden sind die ersten Mitarbeiter der neuen Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen. Auf deutsch: Sie sind die erste Gemeinde-Anlaufstelle für Schwule, Lesben und Transgender-Personen. Wer auch immer sich aufgrund seiner sexuellen Orientierung diskriminiert fühlt, findet bei ihnen ein offenes Ohr. "Wir versuchen aber auch, aufmachbare Türen zu finden", sagt Angela Schwarz, die davor neun Jahre lang in der Rosalila Villa beratend tätig war. "Viele Diskriminierungen sind nur möglich, weil es für bestimmte Situationen keine gesetzliche Grundlage gibt", erklärt Wolfgang Wilhelm, langjähriger Aids-Helfer. Aufgedeckte Mißstände wollen Schwarz und Wilhelm auch regelmäßig an die Stadtregierung weitermelden. Tel. 4000-814 49. S.N.


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