Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 48/98 vom 25.11.1998

Jetzt!"rief der Autor, und Klaus Nüchtern blickte besorgt, denn beinahe wäre er um seinen Bonus gekommen, als erster genannt zu werden. Der Mann, der "Jetzt!" rief, war aber Florian Holzer. Tatsächlich, wäre da nicht dieser unselige Passus, Holzer hätte es verdient, als erster genannt zu werden.

Auf den Tag genau zehn Jahre ist es her, daß der junge Holzer seine erste Lokalkritik im Falter ablieferte. Auf Seite 82 kehrt er wie alle nicht überführten Täter an den Ort seiner Tat zurück. Über Holzer muß man nicht mehr sagen, als daß er selbst zu einer Falter-Institution geworden ist, indem er seine wöchentliche Lokalkritik zu einer Wiener Institution gemacht hat. Der "Genius loci" ist ja in Wien sowieso nicht vom Beisl zu trennen, und so heißt Holzers Text im Redaktionsjargon nach wie vor "Beisl".

Woran man sich heute nicht mehr erinnert, ist der Mut, dessen es seinerzeit bedurfte, im Falter dem Hedonismus mit einer Entschlossenheit zu huldigen, mit der dies Holzer tat. Stil ist


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige