Sind Kurden Terroristen?

Kommentar Die Eskalation um den PKK-Führer Öcalan hat einen unbeabsichtigten Effekt: die Internationalisierung der Kurdenfrage.

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 48/98 vom 25.11.1998

Als Sympathieträger ist Abdullah Öcalan, genannt "Apo", höchst ungeeignet: der egomanische Führer der kurdischen Arbeiterpartei PKK, der sich - offensichtlich unter dem Eindruck des für ihn ungewohnten Genius loci - seit neuestem mit dem heiligen Petrus vergleicht, hat im Laufe der Jahre so gut wie alle potentiellen Verbündeten gegen sich aufgebracht. Autoritärer Personenkult und stalinistisches Sektentum im Inneren, Messianismus und kurdischer Alleinvertretungsanspruch nach außen prägen seit Jahren den Ruf der PKK.

Die Palästinenserorganisationen, die einst den Kurdenkämpfern ihre ersten Trainingslager ermöglicht haben, mokierten sich vor allem über das skurrile Sex-Verbot, das Öcalan selbst seinen verheirateten Parteimitgliedern nach wie vor auferlegt. In der deutschen Linken war man vor allem über die Killermethoden gegenüber Dissidenten aus den eigenen Reihen schockiert. Als der ehemalige Öcalan-Mitstreiter Selim Cürükkaya seinen politischen Horrortrip unter dem Titel


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