Heiße Luft in Buenos Aires

Umwelt Auf der vierten Weltklimakonferenz von 2. bis 13. November in Buenos Aires verschob man die Umsetzung der Ziele der dritten, vergangenes Jahr in Kioto abgehaltenen Konferenz auf die übernächste, die sechste, im Jahr 2000.

Politik | Christian Felber | aus FALTER 48/98 vom 25.11.1998

Buenos Aires bedeutet im Spanischen soviel wie "gute Luft". Davon war in der smoggeplagten Metropole Argentiniens nicht viel zu bemerken. Und nicht nur der vor Ort anbrechende Sommer füllte den Tagungsort der vierten Treibhauskonferenz mit heißer Luft. 4000 Gesandte aus 160 Nationen stritten elf Tage lang über die Umsetzung der Reduktionsvorgaben von Kioto: bis 2010 minus fünf Prozent erderwärmende Gase gegenüber dem Wert von 1990.

Während die Politik um Prozente feilschte, stiegen die Treibhausgasemissionen weiter an. Allein zwischen 1990 und 1996 kletterte der globale Kohlendioxydausstoß um sieben Prozent in die Höhe. Seit 1880 stieg der CO2-Gehalt der planetaren Lufthülle um 30 Prozent an. Das hat Folgen: Der Treibhauseffekt wird stärker, das Klima beginnt sich zu wandeln. Die Durchschnittstemperatur der Erde hat sich in diesem Jahrhundert um ein halbes Grad erhöht, der Meeresspiegel ist um zehn bis 25 Zentimeter angestiegen. Gletscher beginnen abzuschmelzen, Vegetationszonen


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