40 Wagen nordostwärts

U-Bahn Am 5. Dezember "kummt" die U3 nach Ottakring. Mit den drei neuen Stationen der Orange Line ist der Westausbau des U-Bahn-Netzes vorerst abgeschlossen - bis 2010 soll der transdanubische Raum mit Silberpfeilen erschlossen werden.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 48/98 vom 25.11.1998

Die Frage nach der Fünf kann nerven. Dann sitzen die Herren Planer jedesmal da, schauen traurig und wundern sich, warum die Menschheit keine anderen Probleme hat, als ewig nach der blöden Fünf zu fragen. Gerade so, als gäbe es nicht auch andere Lücken in der Zahlenlogik der Benamsung der Linien der Wiener Linien. U1, U2, U3, U4, nix, U6. "Vielleicht wäre es gescheiter gewesen, die U6 U5 zu nennen", seufzt der Mann mit dem Bart. Aber im Nachhinein ist man erstens immer klüger, und zweitens ist das Nachbessern nicht Peter Wünschmanns Job. Im Gegenteil: Als einer der Köpfe der U-Bahn-Planung im Rathaus ist es seine Aufgabe, rechtzeitig dafür Sorge zu tragen, daß nicht nachgebessert werden muß. Für die Namensgebung von Linien, betont Wünschmann, sei er aber nicht zuständig. Und, wenn man schon dabei sei, auch dafür nicht, daß die U1 den Südbahnhof verfehlt. "Das war vor meiner Zeit."

Ansonsten hat der Planer in den letzten Jahrzehnten alle Höhen und Tiefen des Wiener U-Bahn-Baues


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