Presseschau

Medien | Andreas Dusl | aus FALTER 48/98 vom 25.11.1998

Allerorten schlitterte man rätselhaft herum, stolperte im Ungewissen. Auf höchstem kirchenpolitischem Parkett ebenso wie auf den Bretterböden, die die Weltkirche bedeuten. Und von den Spannteppichen der heimischen Katholiken leuchtete es sowieso wie ein eingetrockneter Soßenfleck: "Warum Krenn so zornig ist ... Der umstrittene Bischof - einsam und liebevoll."

Woran andere, von der Vatikanpostille Osservatore Romano bis zum sanften Jesusfreund, scheiterten, den Schleier vom Kirchenrätsel des Jahrzehnts zu lüften, gelang täglich Alles am Montag des Herrn: "Krenn! Macht der Tod seiner Mutter ihn so zornig?" schlagzeilte die Ignaz-Köck-Straße. "Er ist ein durchaus liebevoller Mensch, aber einer, der seine Gefühle ständig unterdrückt - bis er explodiert", wird ein ehemaliger Mitarbeiter des Polterers zitiert.

Erst der schwere, liebevoll unterdrückte Schicksalsschlag, jetzt die zornige Explosion eines "Einzelkämpfers (...), der sich nach Zuwendung sehnt." Täglich Alles an alle: Mehr Verständnis für den Mann im Abseits, aber zack! Er tut nur, "was mir der Papst sagt", so das um Verständnis bemühte Buntblatt.


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