Im Amt des Lächelns

Kulturpolitik Seit genau zwei Jahren ist Peter Marboe Wiener Kulturstadtrat. Der "Falter" sprach mit ihm über die aktuellen kulturpolitischen Fragen: die "Filmstadt" Wien, die Festwochen-Intendanz, das Kunsthallen-Provisorium am Karlsplatz, die Gründung einer Kultur-Holding, Kultur-Sponsoring und die Zukunft der zeitgenössischen Oper.

Kultur | Carsten Fastner und Klaus Nüchtern | aus FALTER 48/98 vom 25.11.1998

Als im November 1996 auch in Wien die große Koalition ausbrach, brachte die SPÖ der ÖVP das Kulturressort als Morgengabe dar. Als Pasterks Nachfolger präsentierte Vize-Bürgermeister Berhard Görg nach längerer Suche schließlich Peter Marboe, der davor u.a. Sekretär von Bundeskanzler Klaus, Direktor des österreichischen Kulturinstituts in New York und Kulturchef des Außenministeriums gewesen war. Der als liberal geltende Peter Marboe, Jahrgang 1942, trat gegen das berüchtigte Pasterk-Wort vom "Ideologieressort Kultur" mit dem Slogan "Weniger Politik in die Kultur, mehr Kultur in die Politik" an. Die "Entparteipolitisierung" machte dabei auch vor der eigenen Person nicht halt: Marboe verzichtete darauf, Ursula Pasterk in der Präsidentenfunktion (etwa im Verein der Wiener Festwochen) zu beerben: "Ich will nie in die Situation kommen, als Verein etwas zu beantragen, und dann setz ich mir den andren Hut auf und unterschreib den Antrag", erklärte Marboe damals im Falter-Interview


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige