Streifenweise

Kultur | aus FALTER 48/98 vom 25.11.1998

Weihnachten rückt immer näher. Und neben der alljährlich wiederkehrenden Fülle an Zeichentrick-Epen aus der Retorte und anderen familienfreundlichen Filmen halten auch solche, die sich mit vergeistigteren Themen beschäftigen, vermehrt Einzug in die Lichtspieltheater.

"Hinter dem Horizont" findet sich da zum Beispiel Robin Williams wieder, und dort, im Leben nach dem Tode (und dem Horizont der Set-Designer entsprechend), sieht alles aus wie ein spätromantisches oder impressionistisches Gemälde, Marke "Malen nach Zahlen": weitläufige Naturlandschaften, riesige Gärten, Paradiesvögel und eine hübsche (klassizistische) Ruine hie und da. So klebrig wie die computergenerierte Ölfarbe, durch die Williams da watet, ist auch der Film von Vincent Ward. Williams gibt einen Kinderarzt, der zuerst seine beiden Kinder bei einem Autounfall verliert, bevor auch er selbst bei einem Crash sein Leben läßt. Annabella Sciorra spielt die tragische Gattinnen-Figur, der die Erzählung zuerst dieses

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