Wer bin ich?

Film Vielfältige Stellungnahmen zu dieser Frage in Form von mehr als 40 Lang- und Kurzfilmen stehen auf dem Programm von "identities", dem dritten Queer-Film-Festival in Wien.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 48/98 vom 25.11.1998

Teenage girls in New York City: "All Over Me" (USA 1996) ist der Eröffnungsfilm des diesjährigen Festivals des lesbischen und schwulen, bisexuellen und transgender Kinos. Er erzählt von jener Übergangsphase namens Adoleszenz, in der sich individuelle Identitäten in Unterschieden, Entscheidungen und Trennungen mehr oder weniger reflektiert herausbilden. Die besten Freundinnen aus Kindertagen sich voneinander entfernen, weil "Freundschaft" beginnt, sich über neue Parameter und Intensitäten zu formieren: Band-Projekte und Idole, Mode, Freundeskreise oder liebste Freizeitbeschäftigungen. Die Tatsache, daß dies die Ebene des Begehrens mit einschließt, daß sich Claude und Ellen, die beiden Hauptfiguren, auch wegen ihrer unterschiedlichen Haltungen, Ansprüche, Wünsche gegenüber dem eigenen und dem anderen Geschlecht, voneinander entfernen, wird hier ganz selbstverständlich in einen sehr stimmigen Gesamtkontext eingebunden.

Claude (Allison Folland) geht eigene Wege, erkundet vorsichtig


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