Gut gegeben/Fakten: Ist da jemand?

Stadtleben | aus FALTER 48/98 vom 25.11.1998

1996 wurden in Österreich 3,4 Milliarden Schilling gespendet. Die Hälfte aller Österreicher spendet grundsätzlich nicht, wobei dieser Anteil bei der besser gebildeten und verdienenden A- und B-Schicht stärker am Wachsen ist (1991: 19 %, 1995: 29 %). Frauen spenden tendenziell mehr als Männer, dafür sind Männer freigebiger. Am Land wird mehr gegeben als in der Stadt, in Vorarlberg und Salzburg mehr als in Wien.

Von den für eine Studie des Österreichischen Instituts für Spendenwesen befragten 1136 Personen opferten für Kinder: 42 %, für Behinderte: 30 %, für Tiere: 25 %, gegen den Hunger in der Welt: 24 %, für Natur- und Umweltschutz: 22 %.

16 % von ihnen spendeten zwischen 100 und 200 Schilling, 15 % zwischen 501 und 1000 Schilling, 12 % zwischen 1001 und 3000 Schilling. Jeder Spender gab 1996 durchschnittlich 1104,40 Schilling. Die höchsten Durchschnittswerte erreichten Spender über 50. Ebenso steigt mit der Schulbildung auch die Spendenhöhe.

Die Österreicher spenden aus Mitleid (36 %), aus Solidarität mit den Armen und Schwachen (28 %), weil sie der Aufruf einer Hilfsorganisation von der Notwendigkeit zu spenden überzeugt hat (22 %). Immerhin 8 % tun es, "weil mir selbst schon geholfen wurde".

Quelle: Österreichisches Institut für Spendenwesen


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