Idealzone Wien

Achtziger Jahre 1978: Eine Stadt dreht auf. Mit dem Bau der U-Bahn wurde Wien schnell, und New Wave lag im "Zeitgeist". An die "Idealzone Wien" erinnert jetzt das gleichnamige Buch.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 48/98 vom 25.11.1998

Unsagbar fad muß Wien vor zwanzig Jahren gewesen sein. Abends war die Innenstadt tot, man saß beim Heurigen oder bei Tropfkerzenschein in muffigen Kellerlokalen, die "Jazz Gitti" oder ähnlich geheißen haben sollen. Dann kam die U-Bahn. Mit ihr die achtziger Jahre. Beide wühlten den Untergrund auf und brachten Tempo in die City. Die Kärntner Straße wurde Fußgängerzone und Flaniermeile, Wien war bereit für die neue Welle: "Ring", "Die Bar", "Schoko", "Flip", "Stein", das "U4". Partys auf der Angewandten und Falcos "Kommissar". Die achtziger Jahre waren da und mit ihnen der proklamierte "Zeitgeist".

Franziska Maderthaner, Martin Drexler und Markus Eiblmayr, damals jung und mittendrin, haben nun "Idealzone Wien" herausgegeben, das Buch zur Zeit 1978 bis 1985. Das gemeinsame Studium der drei an der Hochschule für angewandte Kunst fällt in diese Zeit, die mit Mode, Musik und Clubkultur gerade ein Revival erlebt. "Wir wollten nicht warten, bis jemand anderer die Idee hat", meint Maderthaner,


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