Stadtmensch

Stadtleben | aus FALTER 48/98 vom 25.11.1998

"Ich wollte einen Platz schaffen, wo die Leute uns sehen", sagt Tseten Zöchbauer heute. Vor mehr als einem Jahr hat sie es geschafft. Ins Tibet-Zentrum am Gürtel gleich bei der Volksoper kommen nicht nur Buddhisten oder andere einschlägig Vorgebildete, sondern auch "ganz normale" Wiener, die sich in der Boutique nach Schmuck, Rohseidenhemden oder Kosmetikprodukten aus dem Medizinzentrum umsehen oder einfach gut tibetisch essen wollen. "Die Gäste sollen kommen und mir sagen, wie es ihnen geht", ist es Tseten Zöchbauer am liebsten, um die passenden Speisen aussuchen zu können, die dann entweder einen anstrengenden Tag ausgleichen oder für einen aktiven Abend sorgen. "Wenn jemand bei mir ißt, ist das eine große Verantwortung, die ich damit übernehme." Daß es das Zentrum überhaupt noch gibt, ist Zöchbauers Durchhaltevermögen zu verdanken. Denn auch vor einem friedlichen Tibet-Zentrum macht behördlicher Starrsinn nicht halt. Restaurant: Tel. 317 21 27 S. N.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige