Mediensplitter

Medien | aus FALTER 49/98 vom 02.12.1998

Europrix Im Rahmen einer Galaveranstaltung im Technischen Museum Wien wurde Sonntag der erste europäische Preis für MultiMediaArt, Europrix 98, vergeben. Gesamtsieger wurde die britische CD-Rom-Produktion "Ceremony of Innocence" von Peter Gabriels Firma Real World Multimedia Ltd., die eine Liebesgeschichte nach der Trilogie "Griffin and Sabine" von Nick Bantock erzählt.

Medienbehörde Mittlerweile wollen alle Parteien eine. Nur die SPÖ nicht. Geschäftsführer Andreas Rudas versteht nicht, wozu man sie braucht. Medien bedürften keiner Kontrolle, sagt er bei den Salzburger Rundfunktagen. Es gehe um Bürokratieabbau und Liberalisierung. Das klingt, als hätte eine Medienbehörde Inhalte zu überwachen. Falsch! Sie hat die Marktordnung zu kontrollieren. Sie hat zu verhindern, daß ein Frequenzbüro etwa gegen den Willen der Behörde privaten Sendern Marktvorteile schafft, wie dies da oder dort schon geschehen sein soll. Eine Medienbehörde soll die Umsetzung von Medienpolitik transparent, demokratisch und kontrollierbar machen. Wer kann ernsthaft gegen so etwas sein?

Datenschutz Aus Anlaß der gegenwärtigen Datenschutzaffäre des Innenministeriums weist Hans Zeger von der Arge Daten darauf hin, daß Österreich es versäumt hat, bis 25. Oktober 1998 die drei Jahre alte EU-Richtlinie betreffend Datenschutz umzusetzen. Zeger: "Ausgelöst durch eine Reihe von Datenübergriffen, hat nun auch die Mehrheit der im Parlament vertretenen Parteien die Brisanz dieses Themas erkannt. Technisch könnte die Kontrolle durch einen direkt vom Parlament bestellten und nur dem Parlament verpflichteten Datenschutzbeauftragten erfolgen. Dieser könnte, ähnlich dem Rechnungshof, mit weitreichenden Kontroll- und Informationsbefugnissen ausgestattet werden." Weitere Informationen: http://www.argedaten.at/dsg98


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige