Verständnisvoller Computer

Spracherkennung Eine neue Software von Philips gehorcht dem Benutzer aufs Wort und wandelt Diktate in Text um.

Medien | Hannes Stieger | aus FALTER 49/98 vom 02.12.1998

Die Synthese zwischen Mensch und Maschine wird immer noch durch ein Relikt aus der Computersteinzeit behindert: Bis heute ist die Tastatur das Standardeingabegerät für PCs. Doch Abhilfe versprechen hier sogenannte Spracherkennungsprogramme, deren Technologie sich in den letzten Jahren erstaunlich entwickelt hat.

Der jetzige Stand der Technik ist von Perfektion zwar noch etwas entfernt, nach einigem Training sind aber Erkennungsraten von über 95 Prozent möglich.

Jüngster Anbieter neben den Platzhirschen IBM, Dragon Systems sowie Lernout & Hauspie ist Philips mit "FreeSpeech 98" das etwas anders als die anderen sein will. Die US-amerikanische Version wurde beispielsweise nur via Internet verkauft (www.freespeech98.com), und das gleich weit über 100.000mal. In Österreich ist "FreeSpeech" erst seit kurzem erhältlich; zwar nicht übers Internet, aber dennoch zum Dumpingpreis von 650 Schilling. Philips ist besonders stolz darauf, eine eigene Österreich-Version herausgebracht zu haben. Neben der österreichischen Sprechweise, an die das Programm durch lange Sitzungen mit österreichischen Sprechern gewöhnt wurde, sind auch rund tausend typische Austriaca gespeichert. Das Spracherkennungsprogramm ist, wie seine Kollegen auch, nur für Windows konzipiert. Apple-MacOs- und Linuxbenutzer müssen leider draußen bleiben.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige