Wieners Gruppe

Kunst & Literatur Die Wiener Gruppe hat wieder Saison: Die Kunsthalle Wien zeigt dokumentarisches Material zur Arbeit des Kollektivs; der "Falter" sprach mit Ex-Gruppenmitglied Oswald Wiener über damals und heute.

Kultur | Markus Wailand (Text) und Klaus Kastberger (Interview) | aus FALTER 49/98 vom 02.12.1998

Der abend begann (15.4.1959) ebenso vielversprechend wie der erste. sobald der erste gast den saal betrat, begannen wir die magnetophonaufnahme einer öl-bohranlage über die lautsprecher abzuspielen und hielten damit etwa eine dreiviertel stunde bis zum eigentlichen beginn durch: das gab eine technische atmosphäre, und machte den schnell überfüllten saal (ca. 700) nervös." Die Protagonisten der Wiener Gruppe waren keine Kinder von Traurigkeit, wie sich aus dieser Schilderung von Oswald Wiener über das "2. literarische cabaret" unschwer ablesen läßt. Alles - Text, Publikum, Medien - war ihnen Material, nichts war ihnen heilig. Dennoch sollte die Rezeption Jahrzehnte nach der Auflösung der Wiener Gruppe, die sich grob mit 1960 datieren ließe, Spezialistenzirkeln vorbehalten bleiben, bevor das Interesse jüngst plötzlich wieder erwachte und die Existenz des aus Friedrich Achleitner, H.C. Artmann, Konrad Bayer, Gerhard Rühm und Oswald Wiener bestehenden Kollektivs in ein breiteres


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