Der wahre Indie-Pop

Musik Fünfzig Jahre nach der ersten Einwanderungswelle aus Indien hat sich die zweite Generation der "Asians" in London ihren Platz im Fernsehen, in Lifestyle-Magazinen und in der Popmusik erkämpft.

Kultur | Robert Rotifer / London | aus FALTER 49/98 vom 02.12.1998

Die Londoner Polizei vermeldete letzte Woche vier Festnahmen und drei Verletzte nach Ausschreitungen während eines Amateur-Fußballmatches im East End. "Fußball ist nichts für braune Buben", hatten die Spieler von Wanstead Holly gegrölt, während sie die Mannschaft des Bari FC mit Spielfeldbegrenzungsfahnen und Fußballschuhstoppeln attackierten.

In Ostlondon wohnt ein großer Teil der - mehr der Einfachheit denn der politischen Korrektheit zuliebe - als "Asians" bezeichneten Minderheit. Ausgehend von der Marktstraße Brick Lane hat sich ein reges Geschäftsleben über das proletarische East End ausgebreitet. Das über die Einwanderer aus Indien, Pakistan und Bangladesh verbreitete Vorurteil der kleinunternehmerischen Strebsamkeit dient der paranoiden, weißen working class nach wie vor als willkommener Vorwand für rassistische Übergriffe.

Doch den Asian Kids der zweiten Generation ist es nicht mehr genug, die andere Wange hinzuhalten. Ihr Idol, Prince Naseem, der populärste Boxer


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