Spielplan

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 49/98 vom 02.12.1998

Gerade zur Adventzeit sollte man jener armen Menschen gedenken, die ganz allein auf der Bühne stehen müssen. Wer will sie? Unser erster Single ist der Mike. Der gutmütige Rüde, der im Kabarett Niedermair sein neues (insgesamt siebentes) Soloprogramm "Strenge Kammerspiele" zeigt, heißt mit Nachnamen Supancic und hat sich auf das etwas in Verruf geratene Genre der Musikerparodie spezialisiert. Seine Interpretationen von Interpreten wie Reinhard Mey, den Bee Gees oder Rammstein sind ausgesprochen unterhaltsam; die nicht ganz so witzigen gesprochenen Passagen dienen hauptsächlich einem guten Zweck: der Überleitung zum nächsten Musikstück. Höhepunkt ist jene Szene, in der Supancic sich in seiner Heimatstadt Kapfenberg um Aufnahme in ein SOS Künstlerdorf bewirbt und vor einer Kommission aus Peter Alexander, Heide Schmidt und Franz Josef Hartlauer bestehen muß. Mit dem Alleinsein hat Mike - wie die meisten Kabarettisten - auf der Bühne kein Problem. Ein möglichst gut gefüllter Zuschauerraum


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