Polemik der Plüschtiere

Kunst Mit ihrem Videoessay "Not for Sale" schreibt die New Yorker Kunsttheoretikerin Laura Cottingham jüngste Kunstgeschichte um und betont die Bedeutung feministischer Künstlerinnen der siebziger Jahre.

Kultur | Meike Schmidt-Gleim | aus FALTER 49/98 vom 02.12.1998

Eigentlich müßte es Mike Kelley leicht fallen, anzuerkennen, daß er in seiner Kunst niemals Stoffe oder Handarbeiten hätte verwenden können, wenn es nicht die feministischen Künstlerinnen vor ihm getan hätten", ärgert sich Laura Cottingham, Kunstkritikerin, Kuratorin und Dozentin an der New Yorker Kunsthochschule Cooper Union, die wohl momentan am vehementesten eine feministische Position im Kunstbetrieb bezieht. "Denn als Judy Chicago und Miriam Schapiro 1972 das legendäre Womanhouse veranstalteten, studierte Kelley gerade in Cal Arts - also dort, wo auch Chicago und Schapiro unterrichteten. Und da gab es dann zum Beispiel eine Installation aus Stofftieren zu sehen - ganz wie in den späteren Arbeiten von Kelley selbst. Ich kann dazu nur den Text 'The Mike Kelley Problem' empfehlen."

Der respektlose Gesellschaftskritiker und Kunstmarkt-Megaseller Mike Kelley dient hier aber nur als ein Beispiel für eine im Kunstbetrieb verbreitete Haltung gegenüber der feministischen Kunst der


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