Aufgeblättert

Kultur | Stefan Ender | aus FALTER 49/98 vom 02.12.1998

Groß ist der Wirkungsbereich des ORF, vielfältig das Erscheinungsbild seiner Radioprogramme, rastlos das Schaffen deren Mitarbeiter.

Die beiden FM4-Fixsterne Christoph Grissemann und Dirk Stermann etwa waren sich nicht zu schade, ihre eigentlich für die Radiosendungen "Im Sumpf" und "Salon Helga" verfaßten Texte gewissenhaft zu überarbeiten und einem breiteren Publikum in Buchform vorzulegen. "Als wir noch nicht von Funk und Fernsehen kaputt gemacht worden sind?" beeindruckt infolgedessen nicht nur durch die wirklich stupende Qualität der beinhalteten Prosatexte und Theaterstücke, sondern auch durch das Fehlen von knapp an die 43.000 Kommata. Die beiden Großmeister der "Pointe of no return" zerschlagen hier die uns ohne Ende überflutenden Bilder rastlos produzierender Medienmaschinerien und basteln aus den unzähligen kleinen Splittern neue, faszinierende Zerrspiegel, in die zu schauen gefangennimmt und schwindeln macht. Lang lebe Ronny Hornschuh.

Ganz andere Intentionen hat da Claudia


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