Sideorders: Lokaltheater

Stadtleben | aus FALTER 49/98 vom 02.12.1998

Da in bildungsbürgerlichen Kreisen immer noch die Ansicht besteht, daß Kulturgenuß nur dann so richtig fetzt, wenn man dabei ein bißchen leidet (Stehplatz-Syndrom), und daß von Theatern mit angeschlossenen Lokalen ungefähr soviel zu halten ist wie von Büchern mit bunten Bildern, existiert der "Nach-dem-Theater"-Gast zwar als gastronomische Kategorie, die Verbindung beider Belustigungen ist jedoch selten.

L'Artiste, 1., Himmelpfortg. 25, Tel. 514 11 201, Di-Fr 12-14.30, 18.30-23.30, Sa, So 17-22.30 Uhr.

Etwas biederes Restaurant im Ronacher, Fischgerichte und südlich Angehauchtes von Lamm und Rind. Preislich nicht gerade auf der billigsten Seite.

Ensemble Theater Bar, 1., Peterspl. 1, Tel. 533 20 39, Mo-Sa nach den Vorstellungen bis 1 Uhr.

Leicht existentialistisch wirkende Bar aus den achtziger Jahren, Getränke und Imbisse werden gereicht, mit übermäßiger Gastronomie muß man hier nicht rechnen.

Metropol, 17., Hernalser Hauptstr. 55, Tel. 407 77 40-7, Mo-Fr 11-20, Sa 14-20 Uhr.

Nur bei Veranstaltungen geöffnet, im Sommer sitzt man im Gauklergarten und trinkt Bier oder ißt Brote. Hübscher Ort, aus dem sich was machen ließe, aber leider ...

Aera, 1., Gonzagag. 11, Tel. 533 53 14, tägl. 10-2 Uhr.

Ebenerdig grooviges Lokal der Kategorie Kultur-Beisl, im Keller weitläufige Veranstaltungs- und Theaterräumlichkeiten. Mittags Menüs, Küche brav.

Kantine, 9., Porzellang. 19, Tel. 319 59 18, Mo-Fr 10-3, Sa, So 18-3 Uhr.

New-waviges Achtziger-Styling, große Fenster, große Bilder, metallisches Mobiliar. Küche (erst ab 18 Uhr) von Coq au vin über Thai-Fischreis bis zum gekochten Rindfleisch. Bis jetzt bestes Theater-Beisl dieser Stadt.


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