Essen wie Rainhard

Neues Lokal Im Theater an der Wien kann man seit kurzem auch essen. Und zwar saugut, um wenig Geld und in toller Umgebung.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 49/98 vom 02.12.1998

Normalerweise ist es ja so, daß man ein Monat, nachdem ein Lokal aufgesperrt hat, immer noch Lack in der Suppe und Silikon im Bier findet und der Koch noch nicht mit der Lehre fertig ist. Im Pausenraum war das anders. Hier hatten die Handwerker ihre Arbeit, einen Billa zum nächsten Hermann-Czech-Kulturbeisl umzufunktionieren, längst beendet, die Sessel standen über Monate hinweg auf den schwarzen Lacktischen, die großen Scheiben waren übersät von fettigen Nasen- und Fingerabdrücken der Passanten, die schauen wollten, wann da drin endlich der Betrieb anfängt.

Seit Donnerstag ist offen. Ivo Brnjic, der seit 16 Jahren die diversen Bundestheater-Kantinen bekocht hat und ein Partyservice leitet, übernahm das Lokal nach monatelangen Verhandlungen nun doch, und darüber kann man sehr froh sein. Denn Brnjic holte sich Alexander Mayer, zuvor Sous-chef von Harald Brunner im Dennstedt, und der legt Bravourstückeln hin, daß einem ganz schwummerlich werden kann: einen Ruccolasalat mit marinierten


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