All human rights for all!

Menschenrechte Zum 50. Jahrestag der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948.

Politik | Alfred J.Noll | aus FALTER 50/98 vom 09.12.1998

In der französischen Menschenrechtsdeklaration, dem von Lafayette schon 1789 konzipierten Präludium der ersten französischen Revolutionsverfassung vom September 1791, war noch alles klar: Ihre Präambel und insgesamt 17 Artikel waren paragraphierte Aufklärungsphilosophie. Sie war Programm, Produkt und zugleich Illusion der bürgerlichen Revolution. Die Déclaration des droits de l'homme et du citoyen sollte helfen, eine Gesellschaft herbeizuführen, in der die Armen nicht unterdrückt, die Reichen nicht privilegiert wären. (So der erste Menschenrechtsagitator und -schriftsteller Thomas Paine in seinem epochemachenden "The Rights of Men" aus dem Jahre 1791.) Es kam anders. Die Macht, die die Reichen über die Armen hatten, blieb bestehen, wurde aber flugs auf eine andere (verfassungsmäßige) Grundlage gestellt. Immerhin. Denn in Deutschland postulierte man noch geraume Zeit danach mit Schiller: "... flüchtet aus der Sinne Schranken / in die Freiheit der Gedanken!" Gedankenfreiheit,


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