"Schwarze fallen auf"

Interview Polizeipräsident Peter Stiedl über den von der Polizei geprügelten Dr. C., Rodney King und die schwarzafrikanische Mentalität.

Politik | Florian Klenk und Nina Weissensteiner | aus FALTER 50/98 vom 09.12.1998

In den vergangenen Wochen berichtete der Falter ausführlich über schwere Mißhandlungsvorwürfe, die ein farbiger Österreicher gegen Beamte der Wiener Polizei erhob. Er behauptete, krankenhausreif geschlagen worden zu sein, und verbrachte neun Tage im Spital. Wochenlang schwieg das Präsidium zu den Vorwürfen. In einer Presseaussendung sprach die Polizei die Beamten von jeder Schuld frei. Polizeipräsident Peter Stiedl, soeben vom Urlaub zurückgekehrt, nimmt zu den schweren Vorwürfen im Falter erstmals Stellung.

Falter: Herr Polizeipräsident, werden Ihre Polizisten medial geprügelt?

Peter Stiedl: Ja. Wir haben nämlich sehr viele Erfolge. Die Polizei rettet im Jahr an die hundert Menschenleben. Aber nichts wird so ausgeschlachtet wie der Fall des Dr. C.

Es handelt sich auch um einen der schwersten Vorwürfe gegen die Wiener Polizei seit langem. Welche Schritte haben Sie eingeleitet?

Ich versuche,objektiv zu sein. Der Fall wird untersucht. Vor meinem geistigen Auge steht jetzt der Schwarze


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