Kommentar: Laßt Peymann und sein Team arbeiten!

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 50/98 vom 09.12.1998

Als Claus Peymann Ende Juni die Pläne für seine 13. und letzte Spielzeit bekanntgab, befand sich unter all den bunten Premierenvorhaben auch ein gut getarntes Kuckucksei. Die Ankündigung, daß Achim Benning im Akademietheater "Das weite Land" von Arthur Schnitzler inszenieren werde, war ebenso wenigversprechend wie unverdächtig: Peymanns Vorgänger Benning darf einmal im Jahr am Burgtheater inszenieren; österreichische "Klassiker" wie Nestroy oder eben Schnitzler zählen zu den bevorzugten Stücken dieses wackeren Spielleiters.

Erst jetzt hat Peymanns Leibblatt News (das gibt's auch noch) den perfiden Hintergrund der Aktion aufgedeckt: An sich hatte Peymanns Nachfolger Klaus Bachler vorgehabt, seine Direktion im September 1999 mit Schnitzlers "Weitem Land" (in einer Inszenierung von Andrea Breth) zu eröffnen. Dieser "Untergriff, der selbst Virtuosen österreichischer Theaterkabalen Respekt abnötigt" (Zitat Heinz Sichrovsky, Virtuose österreichischer Kryptoformulierung), ist der bisherige


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