Welt Im Zitat

Kultur | aus FALTER 50/98 vom 09.12.1998

2000: nicht neben das AKW stellen!

Zuvor spielen wir noch ein bißchen Horrorshow mit dem am 1. 1. 2000 sehr real drohenden Zusammenbruch von Computersystemen, die dann bei entsprechender vorzeitiger Gegenprogrammierung nicht mehr zwischen den Jahren 1900 und 2000 unterscheiden werden können. Wenn das passiert, sollte man sich einige Zeit fern von Chemie- und Atomkraftwerken halten.

Ungewohnt chemiekraftwerksskeptische Töne im Standard.

Dies ist ein beinhartes Protestlied Ja, ja, der alte Carl Ritter von Ghega. (...) Wie schön war es für uns Kinder, über den Semmering zu fahren. Es bedeutete in den Nachkriegsjahren eine Reise in eine andere, fernere Welt. Der Berg war oft die Wetterscheide - und wenn es im Osten Österreichs noch regnete, ab Mürzzuschlag begann es komischerweise immer schöner zu werden. Zumindest ist das in meinen Kinderheitserinnerungen so. Wir sahen der Lok zu, wie sie sich durch die wunderschöne Gegend hinaufkämpfte, wir warteten fasziniert auf den langen dunklen Tunnel. Es waren die ersten großen Ausfahrten zu den neuen Paradiesen an der italienischen Adria: Jesolo, Caorle, Bibione und Co.

Robert Sterk verfaßte im Kurier einen der härtesten Semmering-Tunnel-Kommentare des Jahres.

Unübersehbare Schätze Dieser Tumult von Film gibt ein Gefühl, als erzählte einem ein langhaariger Motorradrocker mit Fuselfahne einen extraordinären Witz über Rassenversöhnung, während er dir gleichzeitig einen Pistolenlauf ins staunend geöffnete Maul schiebt, beide Ohren mit Knallfröschen verstopft und einen Gesäß voraus auf eine heiße Herdplatte pflanzt, wobei einem eine splitternackte Tänzerin mit ihren unübersehbaren Schätzen die Augen blendet.

Präziser als Rudolf John kann man den Film "Und wieder 48 Stunden" nicht beschreiben


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