Wolken ziehen vorüber

Kunst Der amerikanische Künstler James Turrell zeigt im MAK seine raumformenden Lichtbilder in eigens dafür gebauten Dunkelkammern.

Kultur | Patricia Grzonka | aus FALTER 50/98 vom 09.12.1998

James Turrell läßt sich nicht so leicht in seine Karten blicken. Fragt man ihn nach dem Herstellungsprozeß seiner Arbeiten, antwortet er ausweichend, und fragt man ihn nach dem Ursprung seiner Beschäftigung mit Licht, so meint er, daß er "schon immer von Licht fasziniert war". Mehr erfährt man von ihm nicht, aber es ist natürlich auch nicht die Aufgabe eines Künstlers, die eigene Historisierung mitzubetreiben. Vielmehr erweist sich James Turrell in seiner konsequenten Verfolgung eines Themas als explizit moderner Künstler - in postmodernen Zeiten eher eine Seltenheit.

James Turrell verwendet Licht als physischen Werkstoff und kreiert so "Lichträume", die als architektonische Strukturen erfahrbar werden. Das Licht - Inbegriff des Immateriellen - wird von Turrell als "dingliches" Material mit eigenem Körper behandelt. Es wird nicht einfach etwas beleuchtet. Turrell ist sich dieses beinahe paradoxen Ansatzes seines Tuns wohl bewußt, wenn er als dessen Ausgangspunkt "my interest


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