Dichtung und Kühlschrank

Lyrik Das perfekte Weihnachtsgeschenk für Leute, die Alltag und Dichtung verbinden wollen: Ein Baukasten mit Wortmagneten erlaubt es, auch die Kühlschranktür mit Poesie zu schmücken. Der "Falter" sprach mit Franz Josef Czernin, der die Wortauswahl traf, und bat dessen Dichter-Kollegen Friederike Mayröcker, Ferdinand Schmatz und Peter Waterhouse die "Kühlschrankpoesie" zu testen.

Kultur | Interview: Klaus Nüchtern | aus FALTER 50/98 vom 09.12.1998

Einkaufslisten kann man jedenfalls nicht an den Kühlschrank picken: Unter den 480 Wort- und Buchstabenmagneten findet sich zwar der "Zucker", nicht aber das "Mehl", vom "Olivenöl" oder dem "Geschirrspülmittel" einmal ganz zu schweigen. Der aus Wien stammende Schriftsteller Franz Josef Czernin, Jahrgang 1952, findet die ganze Angelegenheit ohnehin "nicht so praktisch" und möchte die dichterische Seite betont wissen. Bei Haymon erschienen diesen Herbst Czernins 16 Arabesken "Anna und Franz", das von Czernin herausgegebene Brentano-Lesebuch "O Stern und Blume, Geist und Kleid" (1998) und Czernins "Naturgedichte" (1996) sind im Carl Hanser Verlag erschienen.

Falter: Herr Czernin, wie ist die "Kühlschrankpoesie" eigentlich entstanden?

Franz Josef Czernin: Die hat es in Amerika schon gegeben, und der Verlag hat mich gebeten, das fürs Deutsche so zu adaptieren, daß es für Erwachsene und Kinder geeignet ist. Deswegen habe ich auch sehr einfache Wörter genommen und darauf geschaut, daß innerhalb


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