Ganz Wien ist Hütteldorf

Adventmärkte Im Sommer auf die Donauinsel, im Winter auf den Adventmarkt. Gleichzeitig mit der Weihnachtsbeleuchtung wachsen auch wieder die Hütten aus dem weihnachtlichen Boden, gefüllt mit Ramsch, Kitsch und wirklichen Geschenkideen.

Stadtleben | Sigrid Neudecker und Christopher Wurmdobler | aus FALTER 50/98 vom 09.12.1998

Richtig reich wird man am Rathausplatz", meint ein Weihnachtsmarkt-Standler, der am Spittelberg Kleidung im "Selbstgestrickt?"-Look verkauft. "Mit Gastronomie oder Punsch kann man in den sechs Wochen dort locker eine Million verdienen." Vor allem die Touristenmassen, die sich alljährlich ab Mitte November bis kurz vor der Bescherung an den 150 teils riesigen Buden zwischen Burgtheater und Rathaus vorbeischieben, machen Wiens bekannteste temporäre Hüttensiedlung zur Goldgrube. Die Zielgruppe Wienbesucher wird sogar mit englischsprachigen Foldern geködert und fühlt sich sichtlich wohl zwischen Glühwein, Langos und Baumbehang. Seit 700 Jahren gibt es den Christkindlmarkt bereits. Vom Standort alte Brandstätte ist er, mit Umwegen über Freyung, Hof und Messepalast, seit 1975 am Rathausplatz ansässig. Aber der Megamarkt ist nicht der einzige in der Stadt. In den letzten Jahren ist Wien um die eine oder andere Ansammlung von Punschbuden und Hütten mit Produkten zwischen Schön und Kitsch


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