Öl auf Seite 43

Neues Lokal Der internationale Lokal-Megatrend der Bookshop-Cafés gebar auch im diesbezüglich eher unfruchtbaren Wien eine Frucht.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 50/98 vom 09.12.1998

Lesen und dabei Essen wurde zumindest meiner Generation immer als problematische Kombination vermittelt. Zu Hause kam es nicht so gut, "Yps", "MAD" und "PM" (Peter Moosleitners interessantes Magazin!) bei Tisch zu studieren, in der Schule wurde die Nahrungsaufnahme während des Unterrichts zwar von allen praktiziert, mußte aber verborgen unter der Bank geschehen. Später ließ es das Format und die knappe Bemessung des Kaffeehaustisches nicht mehr zu, daneben, darunter oder darauf ein Gulasch zu verzehren.

Vielleicht liegt's an dieser jahrzehntelangen Unterdrückung, daß die Bookshop-Cafés zur Zeit boomen wie die Sau. Aber was sich in aller Welt größter Beliebtheit erfreut, scheint erstaunlicherweise sogar in Wien zu funktionieren, zum Beispiel im Tiempo in der Hegelgasse.

Dort eröffnete vor kurzem Alice Bohdal, die eigentlich Juristin ist und zuvor im internationalen Dienst der Parlamentsdirektion gearbeitet hat, ihren Buchladen mit angeschlossenem Café. In Irland und Schottland wären


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