"Liesl kann nicht küssen"

Porträt Rohrstaberldebatte, Skikursstreik oder Drogentests an Pädak-Studenten: Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer agiert derzeit mit wenig Fortune - und ihren Spitznamen "Ankündigungsliesl" wird sie auch nicht so rasch los.

Politik | Thomas Rottenberg und Nina Weissensteiner | aus FALTER 51/98 vom 16.12.1998

In der Vorweihnachtszeit reißt es Elisabeth Gehrer herum. Nicht Besorgungen für das Christfest im Ländle sind es, die den Terminplan sprengen. Meist sind es die Neuerungen, die sich das Unterrichtsressort für das heimische System ausgedacht hat: Die müssen noch an den Mann - besser: an die Presse gebracht werden. Das lachsfarbene Qualitätsblatt wird ebenso bedient wie der bürgerliche Boulevard. Radio ebenso wie Fernsehen. Häppchenweise: klein, aber exklusiv. Das garantiert Headlines. Und Diskussionen in den Konferenzzimmern von Gramat-Neusiedl bis zum Bodensee. Erst wenn das vollbracht ist, zieht sich Elisabeth Gehrer zufrieden über die Feiertage in ihre Heimat - hinter den Arlberg - zurück.

Reactio statt actio Schlagzeilen produzierte Gehrer auch diesen Advent, wenn auch nicht die gewünschten: H Da war der Ruf der Ministerin nach strafferen "Erziehungsmitteln", der Pädagogen wütend machte.

H Da waren Drogentests an Lehrer-Lehrlingen, die der Sektionschef im Ministerium


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