"Liesl kann nicht küssen"/Rohrstaberldebatte: Viel Lärm um wenig

Politik | aus FALTER 51/98 vom 16.12.1998

Die Wellen schlugen hoch. Sofort. Und eigentlich auch erwartungsgemäß. Denn wäre das, was Elisabeth Gehrer am 2. Dezember in einem Standard-Interview sagte, ohne empörten Aufschrei zur Kenntnis genommen worden, unbeantwortet geblieben, wäre zumindest für Alfred Schirlbauer das feste Gefüge der Welt der Pädagogen aus den Fugen geraten. "Wer das Wort ,Strafe' nur in den Mund nimmt, bekommt sofort eins mit der ,EC'-Keule über den Kopf gezogen." Denn, so der Professor am Wiener Institut für Erziehungswissenschaft, analog zur ,Political Correctness' habe sich im Schulwesen längst die "Educational Correctness" in alle Diskussionen eingeschlichen: "Da geht es oft weniger um Wissenschaftlichkeit als um Zeitgeist und Ideologie." Denn eines, gibt Schirlbauer zu, war Elisabeth Gehrers eher nebenbei angebrachte Anmerkung ("Lehrer haben keine Erziehungsmittel. Sie dürfen ja gar nichts mehr tun: keine Strafaufgaben geben, kein Nachsitzen anordnen. Da möchte ich mir von Experten Vorschläge


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