"Liesl kann nicht küssen"/Interview: "Falsche Sozialromantik"

Politik | aus FALTER 51/98 vom 16.12.1998

Falter: Frau Minister, sind die Schüler so schlimm, daß es nun bessere Erziehungsmittel für Lehrer braucht?

Elisabeth Gehrer: Es geht nicht um die Einführung altmodischer Erziehungsmethoden. Die Schüler sollen Verantwortung für ihr Handeln spüren: Wenn sich jemand nicht an Regeln hält, muß das Konsequenzen haben. Macht ein Schüler Unordnung, hat das die Konsequenz, daß er aufräumen muß.

Hausübung-Vergessen oder Zuspätkommen hatten doch schon bisher Folgen für Schüler: Diese zeigten sich zum Beispiel in den Noten oder in der Betragensnote.

Hier soll ein besseres Instrumentarium zur Verfügung stehen, um die Schüler für das Leben zu rüsten. Schule darf nicht auf irgendeine Sozialutopie vorbereiten.

Womit müssen notorische Zuspätkommer und Hausübungsverweigerer künftig also rechnen?

Vom Ministerium wird sicher kein Strafenkatalog kommen. Eltern, Lehrer und Schüler sollen an den Schulen vereinbaren, wie sie miteinander umgehen wollen.

Elternvertreter kritisieren, daß es


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