Kleindiensts Hilfsdienste

Affäre Der freiheitliche Polizeigewerkschafter Josef Kleindienst soll die "Kronen Zeitung" mit geheimen Polizeidaten versorgt haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 51/98 vom 16.12.1998

Es ist nicht lange her, da drohte der Wiener Polizist und freiheitliche Polizeigewerkschafter Josef Kleindienst jeden mit einer 200.000-Schilling-Klage vor Gericht zu ziehen, der die Polizei kritisiert. Nun dürfte er bald selbst als Beschuldigter vor den Strafrichter treten. Denn seit vergangenen Dienstag liegt bei der Staatsanwaltschaft Wien gegen Josef Kleindienst eine politisch brisante Anzeige wegen "Mißbrauchs der Amtsgewalt" vor.

Stimmen die in der Anzeige erwähnten Vorwürfe, dann handelt es sich um den zweiten Datenskandal bei der Wiener Polizei innerhalb weniger Wochen (erst vergangenen Monat wurden zwei Beamte des Innenministeriums beschuldigt, Detekteien mit geheimen Daten beliefert zu haben).

Mitte November behauptete der Wiener Betriebswirt Dr. C., von der Polizei im Rahmen einer Verkehrskontrolle schwer mißhandelt worden zu sein (der Falter berichtete ausführlich). Dr. C. lag neun Tage im Spital.

Josef Kleindienst stellte sich in seiner Funktion als Polizeivertreter erwartungsgemäß


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