Die Eröffnungspleite

Universität Wien Andere verdienen sich mit Events wie diesem eine goldene Nase: Das Eröffnungsspektakel rund um den neuen Campus brachte der Universität Wien dagegen ein kräftiges Minus.

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 51/98 vom 16.12.1998

Vier Tage und drei Nächte lang Pomp und Trara. Das Spektakel lockte vergangenen Oktober Tausende Besucher ins ehemalige Gelände des Alten AKH. Zu sehen gab's genug: Neben Wissenschaftsprominenz aus Nah und Fern wurden auch zig Kulturveranstaltungen von über 50 Künstlern geboten. Kostenlos. Der Gastgeber, die Universität Wien, hatte, so scheint's, allen Grund, großzügig zu sein: Nach jahrelangen Renovierungsarbeiten wurden zu Beginn des Semesters die Pforten des neuen Uni-Campus geöffnet.

Professionelle Veranstalter verdienen sich an solchen Festivitäten goldene Nasen. Die Universität Wien kann sich hingegen höchstens mit dem "ideellen Erfolg" der mehrtägigen Veranstaltung trösten. Seit Wochen rumort es deswegen in der Alma mater. Unterm Strich erwirtschaftete die Hochschule ein saftiges Minus. Während Rektor Wolfgang Greisenegger die roten Zahlen mit etwa 1,7 Millionen bilanziert, munkelt man intern sarkastisch von einem "Eröffnungkonkurs", der mehr als 3,5 Millionen Schilling


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