Wienzeug

Politik | aus FALTER 51/98 vom 16.12.1998

Epstein an Parlament Das Palais Epstein ist vergeben. In das Ringstraßenpalais werden Mitarbeiter und Abgeordnete des Parlaments einziehen. Das Projekt des Leiters des "Jewish Welcome Service", Leon Zelman, der sich für die Einrichtung eines Hauses der Toleranz in dem Palais eingesetzt hatte, ist damit vorerst gestorben. Zelman hatte seine Idee unbedingt im Palais Epstein verwirklichen wollen. Denn das Haus an sich sei bereits ein Symbol, argumentierte Zelman. Das Epstein wurde Mitte des vorigen Jahrhunderts im Auftrag des jüdischen Bankiers und Mäzens Baron Epstein von Theophil Hansen errichtet. Danach war es Sitz des Wiener Stadtschulrates, des Deutschen Reichsbauamtes, der sowjetischen Kommandantur und wieder des Stadtschulrates.

Von Ein- zur Zweibahn Drei Abstimmungsversuche hatte es gebraucht, bis sich die Gumpendorfer (Bewohner des Grätzels zwischen Hofmühlgasse und Getreidemarkt) endgültig entschließen durften, die Einbahn in der Gumpendorfer Straße aufzulösen. Seit Freitag

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