Die Rückkehr der Jedi-Ritter

Software Titanic, Internet, Mars: Wie das Betriebssystem Unix die Großen das Fürchten lehrte.

Medien | Alexander Nekvasil | aus FALTER 51/98 vom 16.12.1998

Bill Gates ist auch nicht mehr, was er einmal war. Auf den Fotos von früher hat er immer wie der ideale Schwiegersohn ausgesehen; seit die Regierung Clinton gegen sein Unternehmen wegen Wettbewerbsverstößen ermittelt, entdecken auch die Fotografen immer mehr plutokratische Züge an ihm. Gates ist im Begriff, die Reihe unheimlicher amerikanischer Milliardäre fortzusetzen, mit Gestalten wie Howard Hughes oder William Randolph Hearst. Das Microsoft-Imperium ist auf dem Weg, die ganze Informationsgalaxis zu unterwerfen. Und wer wollte ihm auch entgegentreten?

Als Bill Gates im Jahr 1992 eine Verkaufsausstellung besuchte, war er schockiert: Auf allen Rechnern war sein Betriebssystem Windows installiert, und trotzdem war auf keinem der Bildschirme eine Spur von Microsoft zu sehen. Überall lief ein Programm namens Netscape, ein Browser, und in aller Munde war das Internet. Microsoft hatte sich zu lange auf den Lorbeeren seines unglaublichen Schachzugs gegen IBM ausgeruht und in Sachen Kommunikation


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