Luzider Alptraum

Film In Tony Scotts rasantem Thriller "Enemy of the State" kann der Überwachungsstaat gerade noch einmal mit den eigenen Waffen geschlagen werden.

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 51/98 vom 16.12.1998

Es ist nun auch schon wieder 24 Jahre her, da stand Gene Hackman in seiner von ihm selbst demolierten Wohnung und kannte sich nicht mehr aus. Als Abhörspezialist in Francis Ford Coppolas "The Conversation" sah er sich plötzlich mit den ureigenen Methoden konfrontiert, ohne das versteckte Mikrofon lokalisieren zu können, das seine einsamen Saxophonsoli aufgezeichnet hatte.

In den Paranoia-Filmen der Siebziger wie "The Conversation", Alan J. Pakulas im gleichen Jahr entstandenem Film "The Parallax View" oder Sidney Pollacks "Three Days of the Condor" (1975) verlieren die Protagonisten - und mit ihnen die Zuseher - schnell einmal den Überblick, ohne daß das Knäuel des Komplotts am Ende notwendig zu einem glatten Handlungsfaden entrollt werden würde. In Arthur Penns "Night Moves" (1975) ist es wiederum Gene Hackman, der als abgehalfterter und angeschossener Detektiv in einem Boot im Kreis fährt, das bezeichnenderweise den Namen point of view trägt.

1998 macht Hackman, der noch immer


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