Streifenweise

Kultur | aus FALTER 51/98 vom 16.12.1998

It's not the size of the ship, it's the motion of the ocean." Ein guter Satz übers Pudern - viel zu gut allerdings für den Film, in dem er gesprochen wird. "Studio 54" ist ein weiterer kinematografischer Beitrag zu den Siebzigern, im speziellen ein Blick auf jene New Yorker Diskothek, in der am Ende der Dekade die Reichen und Berühmten verkehrten und so manches exzessive Fest feierten. Wo "Velvet Goldmine" und vor allem "Boogie Nights" aber beträchtlichen inszenatorischen Einfallsreichtum und Liebe zum Detail verrieten, bleibt Mark Christophers Film blaß: zweitklassige Darsteller, drittklassige Musik, ein uninspiriert zusammengestelltes Potpourri aus Platitüden und abgestandenen Klischees. Als der jugendliche Ich-Erzähler am Beginn mit seinen Freunden vom heimatlichen New Jersey ins erträumte Paradies New York City hinüberfährt, erklingt kurz Bachman-Turner-Overdrives Jukebox-Klassiker "You Ain't Seen Nothing Yet": als Abschiedsode an Working-Class-Suburbia ein stimmiger Moment;


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