"Das ist curiös!"

Schenken & Lesen II Von den USA bis nach Indien, von der Werkausgabe bis zum illustrierten Polit-Märchen: Tips für Menschen, die ihre Weihnachtsgeschenke noch immer nicht eingekauft haben.

Kultur | Klaus Nüchtern Tobias Heyl Horst Ebner Walter Schübler Kirstin Breitenfellner Wolfgang Kralicek Christian Zillner Edgar Schütz Erich Klein | aus FALTER 51/98 vom 16.12.1998

Sie haben von 1998 schon die Nase voll? Auch W.A. Mozart hatte seine liebe Not. Am 15. August 1790 notierte er in sein Tagebuch: "hoffentlich ist dies jahr bald um." Leicht hatte er es ja nicht. Wenn er nicht grad mit Haydn das Universum versoff, wurde er zum Componirn gezwungen, was er im Unterschied zu seiner Schwester Nannerl und seinem Erzrivalen Salieri nicht besonders gut konnte; dazwischen ennuirt er sich halb zu Tode: "zum teüffel mit der würcklichkeit und dieser gantzen scheiss Existenz!" Am schlimmsten aber treibt es Mozarts Frau: "Das ist curiös! die frau hat schon wieder ein kind vom Salieri bekommen! vor schrocken bekam ich das schmeissen: es waren büreau-Klammern im stuhle! O Welt! o anusköpfiges schicksal!" (19:ter Oct. 1786). Ob die Geschichte der abendländischen Musik nach der erstmaligen Veröffentlichung der nicht besonders umfänglichen Mozart-Tagebücher neu geschrieben werden muß, sei bezweifelt; ganz gewiß aber hat der Autor/Zeichner Eugen Egner die Disziplin


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